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Forum: InBox > InBox-Dr Hartmut Philippe der Autor?

Ich habe noch einem gründlich über die Frage der Autorschaft nachgedacht. Wichtigste Ergebnisse sind die folgenden:

-- Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass die Arbeit von einem Ghostwriter geschrieben wurde - der hätte das viel professioneller gemacht.

- Ich halte es für völlig ausgeschlossen, das der Doktorvater, ein renommierter Mann, die Arbeit geschrieben hätte (das macht der nicht) oder auch Stephanie Guttenberg, welche die dafür notwendigen Voraussetzungen nicht mitbringt.

- Ich halte es hingegen für durchaus wahrscheinlich, das KT die sehr ehrgeizige Doktorarbeit aus den bekannten Gründen in der Tat "über den Kopf wuchs" - er fing die Untersuchung an, und hat dann nach zwei Jahren einen (oder mehrere) seiner Mitarbeiter darauf angesetzt. Ich möchte vermuten, dass der (oder die) Mitarbeiter "geschludert" haben (es steht zu vermuten, dass er/sie KT nicht zur Kenntnis brachte(n), in welchem Umfang er/sie Zitate einbaute/n) und KT höchst unangenehm überrascht sein musste, als er am vergangenen Wochenende das wahre Ausmaß der Plagiate erkannte.

- Ich hielte es für wichtig, dem Hinweis gründlich nachzugehen, der in der Sektion über mögliche Mit-Autoren dieses Guttenplag-Wiki erörtert wird. Ihm zufolge könnte Dr. Hartmut Philippe, von 2002 bis 2006 als Mitarbeiter bei KT im Bundestagsbüro beschäftigt, (einer) der (Mit-)Autor/en der Dissertation sein.

- Ich stelle zu meiner Überraschung fest, dass ihn die Konrad-Adenauer-Stiftung in den vergangenen Tagen offenbar von der Webseite genommen hat. Wie auf diesem GuttenPlag Wiki gesagt (noch von der Webseite der Konrad-Adenauer-Stifung übernommen, jetzt dort allerdings nur noch im "Google cache" zu sehen) war HP "Mitglied des Arbeitskreises Junge Aussenpolitiker der Konrad-Adenauer-Stiftung". Er ist in der aktuellen Fassung der Liste der Mitglieder (gekennzeichnet "Stand: Februar 2011") nicht mehr aufgeführt und nicht einmal mehr namentlich auf der Liste "Old Boys and Girls - Ehemalige" erwähnt- das gibt mir den Eindruck, man wollte ihn aus der möglichen "Schusslinie" nehmen. Die Informationen unten habe ich aus dem noch vorhandenen "Google Cache" kopiert

- Meines Erachtens hat HP durchaus das Profil, KT bei der Arbeit zur Hand zu gehen, als "wissenschaftlicher Mitarbeiter für Aussenpolitik", als den ihn die unten aufgeführte, ältere Kopie der Webseite ausweist. Man hat ja schon wiederholt darauf hingewiesen, dass der/die Helfer wohl eher politikwissenschaftlich als juristisch ausgewiesen waren. Die zeitliche Kongruenz ist auffällig: HP hat für KT von 2002 bis 2006 gearbeitet, also mit dem Bundestagsmandat von KT begonnen (von wo an es für KT zeitlich enger wurde), bis zu dem Jahr, in dem KT seine Dissertation einreichte. Es liegt auch nahe zu vermuten, dass das Abgeordnetenbüro sich nicht scheute, den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages zu einzelnen Themen heranzuziehen. ... Ich möchte HP nichts unterstellen, halte es aber für wichtig, dass der Spur nachgegangen wird.

aus dem "google Cache" kopiert:

Dr'. 'Hartmut' 'Philippe

Berlin Außenpolitischer Referent der CDU/CSU-Bundestagsfraktion




· 2006 bis 2010 Referent für die Gemeinsame Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU im Referat Europa des Deutschen Bundestages


· 2002 bis 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter für Außenpolitik von MdB Karl-Theodor zu Guttenberg (Obmann der CDU/CSU im Auswärtigen Ausschuss)


· 2000 bis 2005 Promotionsstudium im Bereich Geschichte der Internationalen Beziehungen als Stipendiat (Domestic Research Studentship) der University of Cambridge (Jesus College)


· Studium der Geschichte, Anglistik, Wirtschaftswissenschaften und Politik an den Universitäten Mannheim (M.A., Dipl.-Phil.), Wales und Oxford (MSt)


· Teilnehmer am “Körber Netzwerk Außenpolitik” der Körber-Stiftung seit 2005; Teilnehmer am „Young Professionals“-Programm des Aspen-Instituts 2005/06; „Young Leader“ des American Council on Germany 2006; seit 2007 im „Young Leaders“-Netzwerk der Atlantik-Brücke; 2007 von der Zeitschrift Capital zu „Deutschlands JungeElite“ gezählt


· Vorträge u. a. an den Universitäten Cambridge, Köln, Berlin (HU), Marburg und Yale


· Arbeitsschwerpunkte: Deutsche und Europäische Außen- und Sicherheitspolitik, Europäische Union, Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle, Geschichte der Internationalen Beziehungen nach 1945 und der Europäischen Integration

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